Thomas Dillmann
Liebe Freunde der Galerie "Vom Zufall und vom Glück",
später Frühling und jetzt der Sommer gaben in unserer Galerie zwei allseits besonders
beachtete Einblicke: einerseits in die Arbeit der Braunschweiger Kunsthochschule,
andererseits in das Schaffen niedersächsischer Künstler durch die
Ausstellung "Leinen los!" an fünf Kunstorten Hannovers - so auch bei uns.
Nun gilt die dritte Einzelausstellung in unserem Jahresprogramm nach Ricardo
Saro und Thomas Virnich dem Maler
Thomas Dillmann,
der in Hannover lebt und arbeitet.
Thomas Dillmann ist in den letzten Jahren aufgefallen, weil er in sorgfältiger Art
in langen Arbeitsprozessen fein lasierte Farbschichten übereinander malt und mit
scheinbar wenigen farblichen Nuancen Landschafts- und Städtebilder entstehen
lässt, die auf den ersten Blick wie verblassende Fotografien wirken könnten. Hierin,
vor allem aber auch in der Auswahl seiner Motive, liegen Charme und Reiz seiner
Malerei. Dillmann sucht sich Orte aus, die man gemeinhin als "Un-Orte" bezeichnen
würde. Er macht diese Orte durch seine Malerei so kostbar, dass man sie gern
und lange anschaut.
Doch der Schein trügt. Diese Landschaften sind lange keine stillen, unschuldigen
Landschaften mehr. Sie sind vergiftet und überbaut. Wir wissen dies, wir sehen es.
Und vielleicht übersehen wir es. Durch unsere Erinnerung.
Thomas Dillmann wurde 1968 in Limburg geboren. Er studierte seit 1988 Freie
Kunst an der Fachhochschule Hannover bei Peter Tuma, Uwe Schrader und
Ulrich Baehr, bei dem er 2000 auch Meisterschüler war. Das Jahresstipendium
des Landes Niedersachsen und ein einjähriges Wohn- und Arbeitsstipendium der
Gemeinde Stuhr schlossen sich an.
Die Austellung wird am
FREITAG, 03.09.2010 um 19.30 Uhr
in der "Galerie vom Zufall und vom Glück",
Theodor-Lessing-Platz 2 in Hannover,
eröffnet.
Es sprechen:
Ulrike Schneider, Niedersächsische Sparkassenstiftung
Ludwig Zerull, Kunstkritiker
Wir freuen uns, wenn Sie kommen können.
Leinen los!
Liebe Freunde der Galerie "Vom Zufall und vom Glück",
wir haben mit dem Kunstverein in Hannover eine Kooperation im Rahmen der zweijährlich stattfindenden
traditionsreichen Herbstausstellung vereinbart. Insgesamt werden in diesem Jahr 68 Künstler und
Künstlerinnen an verschiedenen Ausstellungsorten ihre Werke präsentieren. Dabei werden renommierte
und überregional bekannte Positionen sowie neue Entdeckungen aus den Kunsthochschulen in Niedersachsen
und Bremen zu sehen sein.
In der Galerie "Vom Zufall und vom Glück" am Theodor-Lessing-Platz 2 in Hannover stellen wir im Rahmen
von "Leinen los" bis zum 15. August 2010 folgende Künstler und Künstlerinnen aus, die alle grob gesagt
das Thema "Reisen" beschäftigt.
Christian Dootz bietet uns einen 6 Meter breiten Ausblick eines Autofahrers auf seine Landschaft.
Rüdiger Stanko und Raimund Zakowski sind unterwegs, der eine in Malmö, der andere zwischen den Welten
in Istanbul. Franziska Carolina Metzger führt uns in ihre Pfälzer Videohütte. Christof Mascher
hat es mit der Spaghetti Coincidence. Mit Bye Mass Jobe erleben wir auf wunderbarer Weise das organisierte
Chaos in seiner afrikanischen Heimat. Michael Kaul geht zurück ins Rokkoko. Nina Jansen begibt sich
mit Kompass und Fernglas in die Landschaft. Christine Schulz und Ingo Rabe sind am Lagio Maggiore.
Ria Patricia Röder zeigt Fotos aus Inzersdorf und Enno Arne Strackholder hat aus dem Internet die
böse Idylle eines Verbrechens bezogen. Auch Thomas Behling, Daniel Janik, Per Olaf Schmidt und
Preechaya Siripanich sind auf der Reise.
Die offizielle Eröffnung von "Leinen los!" - der 85. Herbstausstellung - fand am 11. Juni im Kunstverein Hannover statt.
Die Austellung endet am 15.August 2010. Bis dahin haben wir in der Zeit von 11.00 bis 18.00 für Sie geöffnet.Über Ihren Besuch würden wir und freuen.
Sonntags finden Kurzführungen statt, und zwar um
13 Uhr Nord/LB art gallery
14 Uhr Städtische Galerie KUBUS, im Anschluss
Galerie vom Zufall und vom Glück
15 Uhr Kunstverein Hannover
16 Uhr Kunstverein Langenhagen
und nach Vereinbarung.
An Talking Labels können Sie sonntags von 16 - 17 Uhr teilnehmen. Treffpunkt ist der Kunstverein Hannover.
Die Austellung in der Galerie vom Zufall und vom Glück findet mit Unterstützung der Stiftung Niedersachsen statt.
Liebe Freunde der Galerie "Vom Zufall und vom Glück",
Sie erinnern sich; 25 verschiedene künstlerische Positionen sind ab und zu schon
in unseren Räumen versammelt gewesen. Mal waren es junge Künstler, die bei
Ulrich Baehr in Hannover studiert hatten, zur letzten Fussball-WM waren es
25 Künstler, die sich künstlerisch mit diesem Ereignis beschäftigt hatten.
Nun zeigen wir 23 junge Künstlerinnen und Künstler, die an der Braunschweiger
Kunsthochschule in der Klasse von Prof. Thomas Rentmeister studiert haben. Ganz
junge Positionen, von denen Sie, wenn Sie diese jetzt bei uns gesehen haben,
sicher auch späterhin noch hören werden. Wir beginnen damit eine neue Sorte von
Ausstellungstyp. Wir wollen Ihnen ab jetzt jährlich einmal ganz junge Positionen
aus der künstlerischen Ausbildung an der einzigen Kunsthochschule Niedersachsens,
der in Braunschweig, vorstellen.
An unserer Ausstellung sind beteiligt:
Heiner von Alberti, Arno Auer, Christopher Balassa, Lotta Bartoschewski, Birte
Bosse, Elisabeth Daecke, Katharina Dürr, Jan Paul Evers, Moritz Gramming, Nancy
Hammermeister, Taban Haschemi, Jan Michel Harmening, Alexander Hermanns,
David Karl, Simon Kraus, Patricia Lausch, Kasia Marszewski, Nina Olczak, Marcello
Ragone, Thomas Rentmeister, Özlem Sakalsiz, Tobias Vergin, Daniel Wolff
Entsprechend dem kleinsten gemeinsamen Vielfachen der Künstler dieser Ausstellung
haben diese als Titel das staumeldungs-bekannte "A2" (für Autobahn 2)
gewählt, weil diese Künstler und ihre Lehrer, aus Köln kommend oder aus Berlin,
stets an der Braunschweiger Kunsthochschule zusammentreffen.
Die Ausstellung wird bis zum 30.05.2010 bei uns zu sehen sein.
Thomas Virnich
Liebe Freunde der Galerie "Vom Zufall und vom Glück",
die städtische Galerie KUBUS und die Galerie "Vom Zufall und vom Glück" laden
gemeinsam zur Ausstellung des Bildhauers und Braunschweiger Kunstprofessors
THOMAS VIRNICH ein. Ausstellungseröffnung THOMAS VIRNICH "Ballerina, gehüpft wie gesprungen",
und "Fliegende Katakomben" in der "Galerie vom Zufall und vom Glück" und in der Städtischen
Galerie KUBUS.
THOMAS VIRNICHS mit den verschiedensten Materialien entstehende Werke sind
stets mit den Brüchen seines (und unseres) Lebens beschäftigt.
Seine Skulpturen,
Objekte, Bilder erzählen mit manchmal aberwitziger Skurrilität von Virnichs
Gedanken, die ständig in haptische Formen zu schlüpfen scheinen. In dem grossen,
raumfüllenden Environment "Fliegende Katakomben", das im KUBUS zu sehen
sein wird, erzählt er von seinem Zuhause in Mönchengladbach als seinem kleinen
Planeten. Virnichs Weltsicht ist ein nimmer satt machendes Angebot für unsere
Augen und unsere Fantasie!
Der 1957 geborene Thomas Virnich studierte zunächst in Aachen bei dem Bildhauer
Joachim Bandau, ab 1981 dann an der Düsseldorfer Akademie bei Alfonso Hüppi
und bei Eugen Gomringer. Er erhielt u. a. wichtige Preise: Villa Romana, Villa Massimo,
Karl Schmidt-Rottluff-Preis, Niedersächsischer Kunstpreis. Seit 1982 hat er eine
Professur für Bildhauerei an der Braunschweiger Kunsthochschule. In Hannover war
er mit seiner Arbeit ausser mit Kollegen in der Kestnergesellschaft und bei der Ausstellung
"Bis Jetzt" im Georgengarten noch nie zu sehen. Virnich lebt und arbeitet
in Mönchengladbach.
Gesellschaft für Kunstförderung in Niedersachsen
Die "Gesellschaft für Kunstförderung in Niedersachsen" ist am 13. August 2009 in Hannover gegründet worden.
Sie fördert die Bildende Kunst in Niedersachsen und niedersächsische bildende Künstler.
Zu diesem Zweck betreibt der Verein vor allem die Galerie "Vom Zufall und vom Glück" und führt
dort ein Ausstellungsprogramm durch. Der Verein verfolgt ausschliesslich und unmittelbar
gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke der Abgabenordnung".
In der Gründungsversammlung ist Reinhard Scheibe zum Vorsitzenden der Gesellschaft gewählt
worden. Stellvertretende Vorsitzende ist die Kuratorin des Kunstvereins Hannover, Ute Stuffer.
Zum Schatzmeister wurde Bruno Wolter und zum Schriftführer Otto Meier von der Agentur "artnetworx"
gewählt. Ausserdem gehören Professor Lienhard von Monkiewitsch, Künstler und
ehemaliger Hochschullehrer an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und
Professor Dr. Rolf Hüper, Dekan der Fakultät III (Medien, Information und Design)
der Fachhochschule Hannover dem Vorstand an.
Dem Künstlerischen Beirat gehören an: Ludwig Zerull als künstlerischer Leiter,
Professor Dr. Stephan Berg, Intendant des Kunstmuseums Bonn, Professor Hartmut Neumann,
Künstler und Hochschullehrer an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig,
Professor Peter Redeker, Künstler und ehemaliger Dekan des Fachbereichs Bildende Kunst der
Fachhochschule Hannover, Dr. Bettina Ruhrberg, Direktorin des Mönchehaus Museums in Goslar
und Gabriele Ciecior vom Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover.
Werden Sie Mitglied und unterstützen Sie die Arbeit der Gesellschaft für Kunstförderung
in Niedersachsen. Der moderate Jahresbeitrag beträgt Euro 20,- und wird ergönzt um eine
empfohlene (freiwillige!) Jahresspende in Höhe von Euro 100,-.
Wir haben keine Familienmitgliedschaft vorgesehen, sondern freuen uns, wenn Partner
einzeln Mitglied werden, wobei sich dann eine Reduzierung des Spendenbetrages anbieten könnte.
RICARDO SARO
Liebe Freunde der Galerie "Vom Zufall und vom Glück",
wir freuen uns, Ihnen die erste Ausstellung der Galerie im neuen Jahr mit Bildern von RICARDO SARO zeigen zu können.RICARDO SARO, dessen Bilder manche mit flüchtigem Blick als Farbfeldmalerei, als monochrom oder als geometrisch beschreiben würden, sagt selbst über seine Kunst: "Farbe ist Energie. Man kann Farbe auch ganz körperlich erfahren. Ich habe gemerkt, dass ein Bild dann abgeschlossen ist, wenn ich es nicht mehr nur visuell wahrnehme, sondern es plötzlich durch den Körper strömt. Es ist jedes Mal ein neues Unterfangen, ein Abenteuer".
RICARDO SARO wurde 1947 im spanischen Santander geboren. Er wuchs in Hannover auf und studierte dort an der Werkkunstschule von 1967 bis 1971 bei Helmut Rogge Bildhauerei, danach bis 1980 an der Hochschule der Künste in Berlin bei Johannes Geccelli, wo er auch Meisterschüler war. 1993 erhielt er den Sprengel Preis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, auch das Niedersächsische Künstlerstipendium. 1997 war er "Artist in residence" an der Universität Witten Herdecke. Feine Einzelausstellungen in zahlreichen Orten folgten. RICARDO SARO lebt und arbeitet in Benthe nahe Hannover.
RICARDO SARO, dessen Bilder manche mit flüchtigem Blick als Farbfeldmalerei, als
monochrom oder als geometrisch beschreiben würden, sagt selbst über seine
Kunst: "Farbe ist Energie. Man kann Farbe auch ganz körperlich erfahren. Ich
habe gemerkt, dass ein Bild dann abgeschlossen ist, wenn ich es nicht mehr nur
visuell wahrnehme, sondern es plötzlich durch den Körper strömt. Es ist jedes
Mal ein neues Unterfangen, ein Abenteuer".